Suche

Eleganz der Worte

Bücher. Gedanken. Inspiration.

Schlagwort

Worte

Amelie Fechner: Pure Poesie

Allein der Gedanke an Poesie treibt so manchen in die pure Verzweiflung. Jambus, Trochäus, Daktylus = Verslehre aus der Hölle. Das denken sicherlich nicht wenige, denn die (beinah schon verhasste) Gedichtinterpretation in der Deutschstunde weckt kaum positive Erinnerungen. Einige von uns haben vielleicht das eine oder andere Liebesgedicht geschrieben oder bekommen, aber sonst aus purem Vergnügen ein Gedicht lesen? Einfach so? Weiterlesen „Amelie Fechner: Pure Poesie“

Advertisements

Glücklichmacher aus Papier

Nicht immer füllen Worte ganze Bücher, manchmal finden sie ein wunderbares Zuhause auf einem Poster, einer Postkarte, einem Block. Ganz genau deshalb möchte ich zukünftig immer mal wieder Glücklichmacher aus Papier und den Laden/Shop dahinter vorstellen. Weiterlesen „Glücklichmacher aus Papier“

Marie-Sabine Roger: Wenn Bücher die Welt (er)öffnen

Das Labyrinth der WörterBücher kaufe ich aus einem Gefühl heraus, weil mir der Titel gefällt oder das Cover, selten, weil es auf einer Bestsellerliste steht. Ach, und natürlich sind Empfehlungen von Freunden Gold wert (siehe „Die Unperfekten“). Bei dem Roman von Marie-Sabine Roger Das Labyrinth der Wörter zogen mich der Titel und das Cover magisch an. Können Wörter wirklich ein Labyrinth sein? Was machen die Frau und der Mann da mit den Tauben? Weiterlesen „Marie-Sabine Roger: Wenn Bücher die Welt (er)öffnen“

Charles Scott Richardson: Ambrose und Zipper. Von A bis Z.

Manchmal kaufe ich Bücher allein wegen des Buchtitels, ohne etwas darüber gehört oder die Beschreibung gelesen zu haben. Das Ende des Alphabets von Charles Scott Richardson ist so ein Buch.

Es ist die Geschichte von Ambrose Zephyr und Zipper Ashkenazi aus London. Ja, bereits in den Namen der beiden Hauptfiguren findet sich das Ende des Alphabets… und weil ein Ende auch immer einen Anfang braucht, natürlich auch der Anfang des Alphabets. Ambrose findet, dass „Die Sturmhöhe“ das langweiligste Buch ist, das je geschrieben wurde. Zipper hingegen kann nicht zählen, wie oft sie dieses Buch gelesen hat. Feine Details, die Ambrose und Zipper zu einem meiner liebsten literarischen Ehepaare machen.

Ambrose fällt eines Tages, aus heiterem Himmel beim Gesundheitscheck durch. Ihm bleibt noch ein Monat, um gewisse Vorkehrungen für sein baldiges Ende zu treffen. Nun erfährt man, dass er sein ganzes Leben vernünftig war, in einem viktorianischen Reihenhaus ein ruhiges Dasein ohne Extravaganzen führte. Mit zwei Maßanzügen. So macht er das, was ich mir für ihn erhofft habe. Statt sich in seinen letzten Tagen auf die sogenannten Vorkehrungen zu konzentrieren, begibt er sich auf die Reise. Mit Zipper. An die Orte ihrer Liebe. Von A bis Z. Da das Leben von Ambrose eng mit Buchstaben verknüpft ist, fühlt sich von A bis Z ganz natürlich an.

Der Leser reist mit ihnen. Zu den Orten. Ihren Erinnerungen. Hach. Lachen. Weinen. Nie war das Alphabet schöner und trauriger. „Das Ende des Alphabets“ ist ein kleines, leises, unglaublich gefühlvolles Buch, bei dem man panisch wird, wenn es verschwunden und im Buchladen nicht mehr verfügbar ist. So erging es mir. Denn – aus welchen Gründen auch immer – es wird scheinbar gerade nicht aufgelegt. Zu meinem großen Glück tauchte es in einer meiner Bücherkisten wieder auf. Und für euch gibt es da draußen einige Restexemplare – es lohnt sich. Sehr.

Lieblingssatz: „Ihr müsst leben, was übrig ist.“ (S. 118)

Charles Scott Richardson, Das Ende des Alphabets, Piper Verlag, 2007, ISBN: 978-3-492-25418-2.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: