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Mord

Martin Suter: Zeitlos

Die Zeit, die Zeit

Gemessen daran, wie lang Martin Suter bereits fleißig in meinem Freundeskreis gelesen wird, bin ich ihm wirklich sehr spät begegnet. Nachdem ich dann letztes Jahr „Der Koch“ gelesen habe – supergut – und mich das Phänomen „Zeit“ seit Studienzeiten aus kultureller Perspektive interessiert, sollte Die Zeit, die Zeit mein erstes Buch 2014 sein. Weiterlesen „Martin Suter: Zeitlos“

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Hjorth & Rosenfeldt: Liebe und Furcht

Es ist passiert. Ich bin Krimifan. Ein riesiger Krimifan. Beinahe schon süchtiger Krimifan. Einfach so. Es mag daran liegen, dass ich ausschließlich richtig gute Krimis in die Finger bekommen habe. Wirklich. Bei der schwedischen Nacht vom Hamburger Krimifestival Ende Oktober zum Beispiel wurde ich von äußerst sympathischen und klugen Autoren – dem Autorenduo Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt sowie Ann Rosmann – aus Schweden so gut unterhalten, dass ich mich direkt am Büchertisch einreihte. Ihre Erzählungen hatten mich gefesselt, nur im übertragenen Sinn natürlich, in einem Krimi weiß man schließlich nie. Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt haben ihren dritten Roman mit dem Kriminalpsychologen Sebastian Bergman vorgestellt – „Die Toten, die niemand vermisst“. Aus den Ausführungen schloss ich, dass es nicht schaden würde, mit dem ersten Buch zu beginnen, und damit lag ich goldrichtig. Weiterlesen „Hjorth & Rosenfeldt: Liebe und Furcht“

Viveca Sten: Blut. Wasser. Schweden.

Tödlicher MittsommerKrimis sind eigentlich nicht so mein Fall, da ich mich bei Büchern ungern grusele. Eigentlich grusele ich mich immer ungern. In Horrorfilme kriegte mich eine Freundin früher nur im Gegenzug zu einem Besuch im Programmkino, und einem leichten französischen Wohlfühlstreifen. Auf den ersten Blick passten Schweden, die Schären und Mord für mich überhaupt nicht zusammen. In meiner Vorstellung sind die Schäreninseln vor Stockholm Idylle pur. Bunte Häuser. Blauer Himmel. Freundliche Menschen. Ausschließlich. Zugegeben, ich war noch nie da, aber vor meinem geistigen Auge ist es dort ganz genau so. Die Kombination aus Idyll und Mord hat mich schließlich doch neugierig gemacht und da ich über Viveca Sten nur Gutes gehört habe, ließ ich mich auf das Abenteuer um Tödlicher Mittsommer ein.

Der erste Fall von Thomas Andreasson führte mich nach Sandhamn, eine kleine Insel im Schärengarten vor Stockholm, ein beliebtes Ferienziel. Es wird auch gar nicht lange gefackelt und nach wenigen Lesesekunden taucht die erste Leiche auf. Alles deutet auf einen Unfall hin und darüber sind eigentlich alle ganz froh, denn in Schweden ist gerade Urlaubszeit – und somit freut sich auch die Polizeidienststelle Nacka auf freie Tage, allen voran der sympathische aber eigensinnige Kriminalkommissar Thomas Andreasson. Doch dann gibt es eine weitere Leiche… und Thomas Andreasson hat wider Willen einen Fall am Hals. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf Jugendfreundin Nora, die sich als ein nützlicher Sherlock Holmes entpuppt und dem Buch einen gefühlsbetonten, aber keinesfalls gefühlsduselingen Dreh gibt.

Ein Krimi lebt von Unwissenheit, daher will ich gar nicht mehr verraten. Nur soviel. Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus alten Freunden, Familienbanden, Natur pur – und natürlich Mord und Totschlag. Bei mir ist es nur eine Frage der Zeit bis ich mich wieder in den Schärengarten begebe. Zumindest in literarischer Form.

Lieblingssatz: „Weißt du, das ist eine Mahlzeit, die man normalerweise mittags zu sich nimmt“, sagte sie halb scherzend, halb ernst. (S. 313)

Viveca Sten, Tödlicher Mittsommer, Kiepenheuer & Witsch, 13. Auflage 2013, übersetzt von Dagmar Lendt, ISBN: 978-3-462-04311-2.

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Foto: Kiepenheuer & Witsch

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