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Will Schwalbe: Ein literarischer Abschied

Ein Buch über Bücher. Na klar, das geht immer, denn wie ihr schon gemerkt habt, bin ich ein großer Fan von Büchern über Bücher. Als Vertreter dieses Genres (ich weiß, literaturwissenschaftlich ist das nicht korrekt, aber ich bin ja nicht in der Uni) haben mich Die souveräne Leserin und 84, Cross Charing Road nachhaltig begeistert. Diese Werke haben eines gemein: Beide portraitieren das Lesen in vergnüglichen Zügen. Die Queen avanciert zur Leseratte und eine New Yorkerin zelebriert den Briefwechsel mit einem Londoner Antiquariat.

Einen ganz anderen Ansatz für ein Buch über Bücher wählt Will Schwalbe mit seinem 2012 erschienenen Roman An diesem Tage lasen wir nicht weiter. Na ja, eigentlich wird ihm dieser Ansatz auferlegt, denn sein Buch ist autobiografischer Natur. Weiterlesen „Will Schwalbe: Ein literarischer Abschied“

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John Green: LESEN. JETZT. UNBEDINGT.

Am 12. Juni 2014 kommt Das Schicksal ist ein mieser Verräter in die deutschen Kinos und deshalb an dieser Stelle die unbedingte und dringende Leseempfehlung für die Romanvorlage von John Green. Was für ein herzzerreißendes, trauriges, glücklich machendes Stück Literatur.

Dies ist der Trailer … schluchz … und ja, es könnte gut sein, dass ich mir diesen Film anschaue, auch wenn ich um Romanverfilmungen üblicherweise einen riesigen Bogen mache. Bevor ihr allerdings ins Kino geht, müsst ihr das Buch lesen. Es ist wirklich und wahrhaftig einfach grandios.

John Green: Krebs ist doof. Eine Hommage ans Leben.

Das Schicksal ist ein mieser VerräterEs gibt Bücher, die muss ich nach dem Lesen beiseite legen und nachwirken lassen. John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist so ein Buch. Bei einem Foto-Frage-Freitag schrieb Stefanie Luxat, es würde einen daran erinnern, jeden Tag dankbar zu sein, Ängste wegzuschieben und so zu leben, wie man will. An zwei Abenden habe ich das Buch dann durchgelesen und ja, auch ich musste mir gelegentlich unter die Brille fassen, weil da irgendwie Wasser zwischen Augen und Brillengläser gekommen war.

Hazel ist 16 und hat Krebs. Seit drei Jahren. Unheilbar. Mitleid findet sie doof, ganz genauso wie Krebsbücher und Selbsthilfegruppen. Glänzende Augen bekommt sie allein beim Gedanken an ihr absolutes Lieblingsbuch „Ein herrschaftliches Leiden“ von Peter Van Houten, welches sie wieder und wieder und wieder liest. Irgendwann geht sie dann doch zu einer Selbsthilfegruppe, für ihre Eltern, und lernt Augustus, genannt Gus, kennen. Eine Begegnung, die Hazel Dinge denken, fühlen und tun lässt, die zuvor undenkbar waren. Unter der ständigen Bedrohung Krebs entwickeln sich zarte Liebesbande voller Gefühl, Ironie, Schmerz – und dem wohl schönsten Mengendiagramm in der Literaturgeschichte. Allein dafür muss man dieses Buch lesen, und lieben.

Die Geschichte von Hazel und Gus ist ehrlich, gefühlvoll, witzig und traurig. Einfach schön. Einfach schrecklich. Es gibt quasi keine Gefühlsregung, die dieses Buch nicht hervorruft. So sehr ich jedoch von diesem Buch begeistert bin, so schwer fällt es mir, darüber zu schreiben, das Gelesene in Worte zu fassen. Es brauchte erst ein wenig Distanz zwischen Hazel, Gus, mir, und dem Geschehenen. Auch, weil Krebs einfach wirklich doof ist.

Lieblingssatz: „Die meisten Mädchen meinen, sie dürften nur zu besonderen Gelegenheiten ein Kleid anziehen, aber ich lobe mir eine Frau, die sagt: Ich gehe rüber zu einem Jungen, der gerade einen Nervenzusammenbruch hat und der kurz davor ist, seine Sehkraft zu verlieren, und zum Henker! ich ziehe ein Kleid für ihn an.“ (S. 50)

John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Hanser Verlag, 2012, übersetzt von Sophie Zeitz, ISBN: 978-3-446-24009-4.

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Foto: Hanser Verlag

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