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Eleganz der Worte

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Hamburg

Das Buch, das ein Kunde gerade braucht – und viele weitere Argumente für (m)eine Lieblingsbuchhandlung

Vom 10. bis 16. November 2014 findet deutschlandweit die „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ (WuB) statt. Ich habe diese Initiative für ein Gespräch mit der Buchhändlerin meines Vertrauens – Claudia Hartmann von der Buchhandlung Hartmann – genutzt, weil eben dies für mich ein Kernpunkt von kleinen, feinen Buchhandlungen ist: das Zusammenkommen und Sprechen von und mit Menschen, die wie ich ein ähnliches Interesse am geschriebenen Wort haben. Und weil ich finde, dass Buchhandlungen niemals nie aus dem Stadtbild verschwinden dürfen. Für mich ist die Buchhandlung Hartmann ein Kleinod, ein Hafen voller Inspiration, ein glücklichmachendes Plätzchen Erde. Während des Gesprächs habe ich im Hinterzimmer aka Bücherhimmel gesessen und erlebt, wie sie es schafft, dass sich Menschen wie Zuhause fühlen. Es ist und bleibt einfach meine absolute Lieblingsbuchhandlung. Auf geht’s zum Gespräch. Weiterlesen „Das Buch, das ein Kunde gerade braucht – und viele weitere Argumente für (m)eine Lieblingsbuchhandlung“

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8. Hamburger Krimifestival: Kriminalisieren auf’s Schönste

Endlich ist sie vorbei, die lange, fast schon mörderisch lange Wartezeit auf das 8. Hamburger Krimifestival. Wenn ihr mich fragt, dann ist dieses Krimifestival auf dem Kampnagel mittlerweile ein Muss für alle Krimi-Fans in und um Hamburg. Ich zumindest kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Krimifestival daran Schuld trägt, dass ich Krimis mittlerweile regelrecht verschlinge. Vor nicht allzu langer Zeit konnte ich mit Krimis noch nicht so recht was anfangen. Das hat sich definitiv geändert.

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1. Lange Nacht der Literatur in Hamburg

Logo Lange Nacht der Literatur

Am 30. August 2014 (Samstag) findet sie statt: die 1. Lange Nacht der Literatur in Hamburg. Mit dabei sind eine Menge großartige Autoren, die in Buchläden in ganz Hamburg mit Lesungen inspirieren werden. Beim Blick auf das Programm fällt die Entscheidung schwer. Jan Christophersen liest zum Beispiel aus „Echo“ und Kim Leine aus „Ewigkeitsfjord“. Beide Autoren würde ich zu gerne live erleben und mir so ein Bild von ihren Büchern machen.

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Doris Dörrie und der Winnetou ohne linken Fuß

Foto: GETTY, Alexander Koerner
BRIGITTE LIVE mit Doris Dörrie; Foto: GETTY, Alexander Koerner

Fashionvictim Undercover. Bauarbeiterhosen aus Japan. Prügeleien mit Bauarbeitern. Winnetou ohne linken Fuß. Allein diese vier Bruchstücke aus dem BRIGITTE LIVE-Interview mit Doris Dörrie lassen erahnen, dass es ein äußerst unterhaltsamer Abend mit allerlei Facetten in den Hamburger Kammerspielen war. Die Autorin und Regisseurin hat sich mit offenen Antworten und coolen Sprüchen in mein Herz gespielt, und ich vermute, auch in die Herzen anderer. Allein schon die bunten Strümpfe passten perfekt zu ihrem Auftritt. Lässig, leger und bunt. Weiterlesen „Doris Dörrie und der Winnetou ohne linken Fuß“

Elisabeth Bacher: Brautkleid ist nicht gleich Brautkleid

Elisabeth Bacher hat bei einer Lesung in der Buchhandlung meines Vertrauens, der Buchhandlung Recht-Ullrich, aus ihrem Hamburg-Krimi Ich vermisse dich nicht gelesen und mich mit der Kombination aus Hamburg, Psychologie und Geschichte direkt in ihren Bann gezogen. Das signierte Buch habe ich dann auch an einem regnerischen Sonntag in einem Rutsch weggelesen. Ich wollte es dann einfach wissen.

In die psychiatrische Abteilung der Hansa-Klinik wird eine junge Frau in einem blutverschmierten Brautkleid eingeliefert, die sich an nichts erinnern kann. Gar nichts. So wird sie bald, in Anlehnung an die Diagnose Amnesie, von allen Amelie genannt. So sehr sie auch versucht sich an ihre Vergangenheit, das Geschehene zu erinnern, da ist nichts außer Dunkelheit. Dann, urplötzlich, wird ein Psychotherapeut tot in der Klinik aufgefunden – mit einem absonderlichen Souvenir des Mörders an der Wand. Dies sei verraten: Es ist nicht der letzte Mord. Lange tappen alle im Dunkeln… auch ich… doch dann beginnt Amelie sich langsam zu erinnern.

Inmitten der aktuellen Geschehnisse gibt es immer wieder Einblendungen von den zarten Liebesbanden eines Mädchens und eines Jungen, die im Kontrast zu dem wirklich morbiden Hobby des Jungen stehen. Man ahnt sofort, dass es hier eine Verbindung zu Amelie (und den Mordfällen in der Klinik?!) gibt, aber inwiefern, wird erst sehr spät deutlich. Elisabeth Bacher schafft es äußerst geschickt, die Geschichten der anderen Patienten aus der psychiatrischen Abteilung so einzuflechten, dass man nie so recht weiß, wer ist nun dieser Junge und wer dieses Mädchen. Jemand aus der Klinik? Amelie?

Ja, Elisabeth Bacher hat einen Kriminalroman geschrieben, in dem es um Mord geht. Es ist jedoch ihr Blick für die Menschen und deren Geschichten, der diesen Roman in meinen Augen so besonders lesenswert macht – ganz genauso wie die gelungene Verbindung mit Hamburger Denkmälern wie der „Grausamen Gräfin“.

Neulich schrieb ich, dass ich eigentlich kein Krimi-Fan bin. So langsam jedoch finde ich Gefallen an Kriminalromanen, insbesondere an jenen mit regionalem Bezug und einer psychologischen Komponente, so wie „Ich vermisse dich nicht“.

Lieblingssatz: „Er war doch gestern noch topfit.“ (S. 22)

Elisabeth Bacher, Ich vermisse dich nicht, Salonlöwe Verlag, Mai 2013, ISBN: 978-394-4571010.

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Foto: Salonlöwe Verlag

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