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Geheimnisse

Marie Malcovati: Nach allem was ich beinahe für dich getan hätte

MarieMalcovati_Nachallemwasichbeinahefürdichgetanhätte„Nach allem was ich beinahe für dich getan hätte“ von Marie Malcovati, erschienen bei der Edition Nautilus, ist in vielerlei Hinsicht ein wirklich ungewöhnlicher Roman:

  1. Zwei wildfremde Menschen sitzen auf einer Bank.
  2. Stundenlang.
  3. Ein Polizist der Kantonspolizei beobachtet sie.
  4. Ort des Geschehens ist ein Bahnhof.
  5. Was für ein Romandebüt.

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Katherine Pancol: Eine Familie. Ihre Geheimnisse.

Als ich Die gelben Augen der Krokodile von Katherine Pancol sah, sprach mich zuerst der Titel an, irgendwie geheimnisvoll, dann das Buchcover, eine Frau, die sich eine rote Strickmütze über den Kopf zieht. Dahinter eine Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Schwestern und die Wirren einer Buchveröffentlichung – gekauft.

Joséphine ist die graue Maus der Familie, Iris der helle Stern. Zwei Schwestern, die ungleicher nicht sein könnten. Mit Ehemännern. Kindern. Joséphine wird von ihrem Mann verlassen, Iris befürchtet das gleiche Schicksal. Manchmal ist ersteres besser, deutlich besser… Die Geschichte entwickelt sich langsam, es kommen immer neue Charaktere hinzu, so z.B. Marcel & Josaine, bei denen der Leser erst später erkennt, dass auch sie in das Familiengefüge um Joséphine und Iris gehören. Man glaubt, die Charaktere nach einer Weile zu kennen, nur, um dann festzustellen, dass man dies nicht tut. Ganz und gar nicht. Hinter jeder Figur verbirgt sich eine eigene Geschichte, ein Geheimnis, und ich konnte nicht umhin, mich über den ein oder anderen unangenehmen „Schicksalsschlag“ zu freuen. Nur wo es gerechtfertigt war, natürlich.

Dieser Familienroman hat es in sich. Ein spannendes Geflecht aus Wahrheit und Täuschung. Raffiniert. Gefühlvoll. Böse.

Lieblingssatz: „Du kotzt mich an, Maman!“

Katherine Pancol, Die gelben Augen der Krokodile, btb Verlag, 3. Auflage Dezember 2012, übersetzt von Nathalie Lemmens, ISBN: 978-3-442-74498-5.

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Foto: btb Verlag

Jojo Moyes: Ringelstrumpfhosen. Liebe. Paris.

Ein ganzes halbes JahrMeine Lieblings-Buchhändlerin hat mir Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes mit dem liebevollen Hinweis, Taschentücher bereitzuhalten, ans Herz gelegt. Damit stimmte sie in all die anderen Lobeshymnen über Lou & Will ein, das Buch war mein – und innerhalb weniger Stunden weggelesen.

Louisa Clark hat es sich in ihrem Leben so richtig schön gemütlich gemacht. Sie arbeitet in einem Café, lebt bei ihren Eltern, ist seit Jahren mit Fitnessfreak Patrick zusammen und hat keine (erkennbaren) Träume oder Ziele. Will Traynor sitzt seit einem Unfall vor zwei Jahren im Rollstuhl. Vorher war er ein aktiver Typ, der das Leben in vollen Zügen genossen hat. Nun wohnt er bei seinen Eltern, ist auf ständige Unterstützung angewiesen und (auf den ersten Blick) kein besonders liebenswürdiger Mensch.

Dann verliert Louisa ihren Job im Café… und wird Wills neue „Aufpasserin“. Man glaubt, eine Vorstellung darüber zu haben, was dann passiert. Und ja, alles, was sich daraus entwickelt, erinnert für einen flüchtigen Moment an „Ziemlich beste Freunde“. Doch Jojo Moyes gelingt es, eine ganz eigene Geschichte zu erzählen – über Geheimnisse, Herzweh, Sehnsucht. Und Ringelstrumpfhosen.

Das Buch ist eine Liebesgeschichte, ja, aber nicht nur. Es geht auch um Schmerz, Wut und Enttäuschung. Es erzählt darüber, dass man manchmal einfach springen muss, Neues wagen und loslassen muss.

Meine Buchhändlerin hatte Recht… und die Menschen um mich herum verwunderte Gesichter.

Lieblingssatz: „Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz.“

Jojo Moyes, Ein ganzes halbes Jahr, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 4. Auflage Mai 2013, übersetzt von Karolina Fell, ISBN: 978-3-499-26703-1.

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Foto: Rowohlt Taschenbuch Verlag

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