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Eleganz der Worte

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Freundschaft

Helene Hanff: Formvollendete Buchliebe

84 Charing Cross RoadRegen. Dunkelheit. Kerzenschein. Im Hintergrund läuft die neue CD von Tina Dico, Whispers, die ihrem Titel alle Ehre macht und tatsächlich nur leise in die Nacht hineinflüstert. Und ich?! Ich sitze in meinem quietschgelben Lesesessel und freu mich einen Keks. Warum? Weil ich endlich dazu komme, 84, Charing Cross Road von Helene Hanff zu lesen und ich mich mitten in einem Gespräch von guten Freunden – so fühlt es sich an – wiederfinde. So, und jetzt noch einen Kaffee bitte. Weiterlesen „Helene Hanff: Formvollendete Buchliebe“

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Marie-Sabine Roger: Wenn Bücher die Welt (er)öffnen

Das Labyrinth der WörterBücher kaufe ich aus einem Gefühl heraus, weil mir der Titel gefällt oder das Cover, selten, weil es auf einer Bestsellerliste steht. Ach, und natürlich sind Empfehlungen von Freunden Gold wert (siehe „Die Unperfekten“). Bei dem Roman von Marie-Sabine Roger Das Labyrinth der Wörter zogen mich der Titel und das Cover magisch an. Können Wörter wirklich ein Labyrinth sein? Was machen die Frau und der Mann da mit den Tauben? Weiterlesen „Marie-Sabine Roger: Wenn Bücher die Welt (er)öffnen“

Marie-Sabine Roger: Ein warmer Sommerregen. Gelegentlich Hagel.

Der Poet der kleinen Dinge

Vor einer Weile hatte ich begeistert „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger gelesen und so war eigentlich direkt klar, dass ich auch ihr Buch Der Poet der kleinen Dinge lesen würde. Wie sich herausstellte, war es das perfekte „Ich möchte ein schönes Buch lesen, schnell in die Geschichte einsteigen und die Charaktere ins Herz schließen“-Buch.

Wir begegnen Gérard, der bei seinem Bruder Bertrand und dessen Frau Marlène lebt, undeutlich spricht und kaum laufen kann – und schon mal das Haus halb abfackelt, während er Popcorn macht. Lernen Alex kennen, die als Untermieterin bei Bertrand, Marlène und Gérard lebt, auf einer Hühnerfarm arbeitet und nicht so richtig zu wissen scheint, wo sie hingehört. Eine echte Weltenbummlerin, bei der sich aber sofort das Gefühl einstellt, sie bummelt nicht einfach so. Alex und Gérard finden – über die Poesie – einen Draht zueinander und so kommt es, dass sie mit einem Bollerwagen Ausflüge machen. Klingt komisch, ist aber so. Eines Tages lernen sie (in einer äußerst bedrückenden Situation) Olivier und Cédric kennen. Hierbei muss gesagt werden: Selten wurde das zarte Band von Glück und Unglück gekonnter beschrieben. Im wahrsten Sinne schrecklich schön. Bald darauf begeben sich alle vier auf eine Reise – emotional, mit einem Gespann in Schwarz und Rot, mit Anhänger. In ein Happy End. Natürlich.

Ein herrlich zartes Buch. Fast wie ein warmer Sommerregen. Mit gelegentlichen Hagelschauern.

Lieblingssatz: „Telefonvermittlung, das ist doch Public Relations, nicht?“ (S. 157)

Marie-Sabine Roger, Der Poet der kleinen Dinge, dtv, 2013, übersetzt von Claudia Kalscheuer, ISBN: 978-3-423-21432-2.

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Foto: dtv

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