Es gibt erste Sätze, letzte Sätze, kurze Sätze und lange Sätze. Und es gibt Lieblingssätze. Meine gibt es hier.

  • „Erzähl mir mal eins, Miss Buchhaltung.“ – Tom Rachman, Die Unperfekten
  • „Die Worte und Zahlen prallen in Ashas Kopf gegeneinander wie Billardkugeln.“ – Shilpi Somaya Gowda, Geheime Tochter
  • „Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz.“ – Jojo Moyes, Ein ganzes halbes Jahr
  • „Bei Orangenkuchen wären 38 Teile kein Problem, bei Zitronentarte wird das schwierig.“ – Toni Jordan, Tausend kleine Schritte
  • „Ihr müsst leben, was übrig ist.“ – Charles Scott Richardson, Das Ende des Alphabets
  • „Auf einer Wanduhr, so sagt sie sich, gibt es immer eine Ziffer, die das Schicksal eines jeden prägt… .“ – Noëlle Châtelet, Die Klatschmohnfrau
  • „Du kotzt mich an, Maman!“ – Katherine Pancol, Die gelben Augen der Krokodile
  • „Telefonvermittlung, das ist doch Public Relations, nicht?“ – Marie-Sabine Roger, Der Poet der kleinen Dinge
  • „Der Posteingang ist geöffnet, er wartet noch einige Augenblicke, als ob das Hinauszögern der Lektüre den Inhalt der Post beeinflussen könnte.“ – Hervé Le Tellier, Kein Wort mehr über Liebe
  • „Weißt du, das ist eine Mahlzeit, die man normalerweise mittags zu sich nimmt“, sagte sie halb scherzend, halb ernst. – Viveca Sten, Tödlicher Mittsommer
  • „Er war doch gestern noch topfit.“ – Elisabeth Bacher, Ich vermisse dich nicht
  • „Die meisten Mädchen meinen, sie dürften nur zu besonderen Gelegenheiten ein Kleid anziehen, aber ich lobe mir eine Frau, die sagt: Ich gehe rüber zu einem Jungen, der gerade einen Nervenzusammenbruch hat und der kurz davor ist, seine Sehkraft zu verlieren, und zum Henker! ich ziehe ein Kleid für ihn an.“ – John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
  • „Den Nachbarn des Gustav-Rautner-Wegs bot sich an diesem Sonntagmorgen ein seltsames Bild: Der eigenbrötlerische alte Knupp hantierte zittrig und umständlich mit einem antiken Theodoliten, unbeholfen assistiert von dem menschenscheuen jungen Witwer aus dem Haus gegenüber.“ – Martin Suter, Die Zeit, die Zeit
  • „Es gibt wunderschöne Päckchen, wo nichts als Dreck drin ist, und andere, die ungeschickt verschnürt sind, aber wahre Schätze enthalten. Deshalb traue ich den Wörtern nicht, verstehen Sie?“ – Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter
  • „Als rationaler und pragmatischer Mensch hasse ich es, wenn etwas grundlos passiert.“ – Francesc Miralles, Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen
  • „Wenn der Vater ihn fragte, ob seiner Ansicht nach dem Maschinenbau keine Schönheit innewohne, würde er ihm sagen, dass ein Kanalisationsdeckel einfach nur ein Kanalisationsdeckel sei und er diese Geheimnislosigkeit auf Dauer nicht ertragen würde.“ – Alex Capus, Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
  • „Vakuumverpackte Erziehung.“ – Anna Gavalda, Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet
  • „So blau, dass es fast ins Lila kippt.“ – Alexa von Heyden, Hinter dem Blau
  •  „Im hohen Norden warteten die wenigen Eisbären, die sich auftrieben ließen, lange auf Ihre Majestät, und als die sich nicht blicken ließ, machten sie sich auf einer vielversprechenden Scholle davon.“ – Alan Bennett, Die souveräne Leserin
  • „Er übertrumpfte den Wind, er übertrumpfte das Aufprallen der herabfallenden Äste, er brachte die ganze Insel dazu, sich tief zu ducken.“ – Selja Ahava, Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm
  • „Etwas in meinem Inneren schwingt wie ein Schaukelstuhl in einem leeren Zimmer – einsam und zugleich irgendwie tröstlich.“ – Jasmine Warga, Mein Herz und andere schwarze Löcher
  • „Ich schulte meinen Blick in die Sterne und ertrug die Stunden im hellen Sonnenlicht nur, weil ich wusste, dass irgendwann die Nacht kommen musste.“ – Jürgen Bauer, Was wir fürchten
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