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Eleganz der Worte

Bücher. Gedanken. Inspiration.

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Belletristik

Mercè Rodoreda: Der Garten über dem Meer

Zunächst eine Vorbemerkung: Dies ist ein Buchtipp für literarische Genießer. Der im Jahr 1967 erschienene (und 2014 von mare in Deutschland veröffentlichte) Roman „Der Garten über dem Meer“ von der katalanischen Autorin Mercè Rodoreda (1908 – 1983) ist der Inbegriff für ein langsames Schweifen über die Seiten und ein tiefes Eintauchen in die Sprache. Der_Garten_über_dem_Meer_Mercè_Rodoreda Weiterlesen „Mercè Rodoreda: Der Garten über dem Meer“

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Marie Malcovati: Nach allem was ich beinahe für dich getan hätte

MarieMalcovati_Nachallemwasichbeinahefürdichgetanhätte„Nach allem was ich beinahe für dich getan hätte“ von Marie Malcovati, erschienen bei der Edition Nautilus, ist in vielerlei Hinsicht ein wirklich ungewöhnlicher Roman:

  1. Zwei wildfremde Menschen sitzen auf einer Bank.
  2. Stundenlang.
  3. Ein Polizist der Kantonspolizei beobachtet sie.
  4. Ort des Geschehens ist ein Bahnhof.
  5. Was für ein Romandebüt.

Weiterlesen „Marie Malcovati: Nach allem was ich beinahe für dich getan hätte“

Will Schwalbe: Ein literarischer Abschied

Ein Buch über Bücher. Na klar, das geht immer, denn wie ihr schon gemerkt habt, bin ich ein großer Fan von Büchern über Bücher. Als Vertreter dieses Genres (ich weiß, literaturwissenschaftlich ist das nicht korrekt, aber ich bin ja nicht in der Uni) haben mich Die souveräne Leserin und 84, Cross Charing Road nachhaltig begeistert. Diese Werke haben eines gemein: Beide portraitieren das Lesen in vergnüglichen Zügen. Die Queen avanciert zur Leseratte und eine New Yorkerin zelebriert den Briefwechsel mit einem Londoner Antiquariat.

Einen ganz anderen Ansatz für ein Buch über Bücher wählt Will Schwalbe mit seinem 2012 erschienenen Roman An diesem Tage lasen wir nicht weiter. Na ja, eigentlich wird ihm dieser Ansatz auferlegt, denn sein Buch ist autobiografischer Natur. Weiterlesen „Will Schwalbe: Ein literarischer Abschied“

Tom Rachman: Aufstieg und Fall großer Mächte

Ich bin tatsächlich ein bissl verliebt in Tom Rachmans „Unperfekte“, ja, doch, das kann man so sagen. Sein neues Buch „Aufstieg und Fall großer Mächte“ liegt bereits ganz oben auf meinem Lesestapel und nachdem ich bei Leseschatz darüber gelesen habe, möchte ich die Arbeit direkt Arbeit sein lassen und mich in die Geschichte von Tooly hineinstürzen.

Dieses Video, auch bei Leseschatz entdeckt, tut sein Übriges:

Ach herrje, freu ich mich auf die Lektüre!

Tuomas Kyrö: Ein heiterer finnischer Abend im Literaturhaus Hamburg

Kunkku Hoffmann und Campe„Onnittelut! Herzlichen Glückwunsch!“ Diesen drei Worten verdanke ich einen sehr vergnüglichen Abend. Ich hatte bei einer Verlosung vom Literaturhaus Hamburg mitgemacht und tatsächlich zwei Eintrittskarten gewonnen. Unfassbar. Die Lesung wurde vom finnischen Autor Tuomas Kyrö abgehalten, dem der – in meinen Augen brillante – Übersetzer Stefan Moster als Moderator und Live-Übersetzer auf der Bühne Gesellschaft leistete. Auf dem Weg zur Frankfurter Buchmesse – mit Finnland als Gastland in diesem Jahr – legten die zwei einen Zwischenstopp ein und brachten so finnische Literatur ganz nach meinem Geschmack in die Hansestadt. Vorgestellt wurde das neue Buch von Tuomas Kyrö, Kunkku, was so viel heißt wie „Der King“, und wohl das einzige finnische Buch mit einem finnischsprachigen Buchtitel auf dem deutschen Markt ist. Weiterlesen „Tuomas Kyrö: Ein heiterer finnischer Abend im Literaturhaus Hamburg“

Helene Hanff: Formvollendete Buchliebe

84 Charing Cross RoadRegen. Dunkelheit. Kerzenschein. Im Hintergrund läuft die neue CD von Tina Dico, Whispers, die ihrem Titel alle Ehre macht und tatsächlich nur leise in die Nacht hineinflüstert. Und ich?! Ich sitze in meinem quietschgelben Lesesessel und freu mich einen Keks. Warum? Weil ich endlich dazu komme, 84, Charing Cross Road von Helene Hanff zu lesen und ich mich mitten in einem Gespräch von guten Freunden – so fühlt es sich an – wiederfinde. So, und jetzt noch einen Kaffee bitte. Weiterlesen „Helene Hanff: Formvollendete Buchliebe“

Nicolas Barreau: Ein Rosé für’s Herz

Eines Abends in ParisIm Sommer bin ich stets auf der Suche nach dem perfekten Rosé für laue Nächte auf dem Balkon, der Erinnerungen an schöne Momente weckt – wie ein Mädelswochenende, das mit langen Nächten unter freiem Himmel und einem leichten Rosé als supermegagrandios im Hirn abgespeichert ist. In diesem Jahr habe ich passend dazu ein Buch gefunden und wie soll es anders sein: es ist ein Franzose. Weiterlesen „Nicolas Barreau: Ein Rosé für’s Herz“

Selja Ahava: Selten war Vergessen schöner

Ahava_Der_Tag_Cover_kleinManche Bücher sind schwer in Worte zu fassen, obwohl sie selbst in so schöne Worte gekleidet sind. Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm von der finnischen Autorin Selja Ahava ist so ein Buch.

Entdeckt habe ich das Buch durch einen wunderbaren Zufall. Eine Freundin, Madita vom Blog „Das Gartenjahr“, meinte sich dunkel zu erinnern, dass ich zu eben diesem Buch eine Rezension geschrieben hätte. Das hätte ich, wäre das Buch schon damals auf meinem Radar gewesen … das aber nur so nebenbei. Irgendwie passt dieses dunkle Erinnern dann auch perfekt zu dem Buch, denn zu den zentralen Elementen dieses wundervollen wie genialen Romans gehören Erinnern und Vergessen. Weiterlesen „Selja Ahava: Selten war Vergessen schöner“

Denis Thériault: Haikus als Sprachrohr eines geborgten Lebens

Buchcover Siebzehn Silben EwigkeitNach einem Strandspaziergang in Baabe/Rügen schlenderte ich ins Beiboot, den wohl schönsten Buchladen auf der Insel und ließ mich literarisch inspirieren. Inmitten der vielen lesenswerten Bücher sprach mich besonders der Buchtitel Siebzehn Silben Ewigkeit von Denis Thériault an, ein Versprechen von Poesie und Unendlichkeit. Weiterlesen „Denis Thériault: Haikus als Sprachrohr eines geborgten Lebens“

Alan Bennett: Ein wahrlich königliches Lesevergnügen

Buchcover Die souveräne Leserin von Alan Bennett streichelt die literarische Seele und besticht als Ausgabe vom Wagenbach Verlag mit einem roten Stoffeinband durch eine gelungene Optik und Haptik. In meinem Bücherregal gehört Alan Bennetts Werk zu den schönsten Ausgaben überhaupt, ein Buch, das sich rundherum wundervoll anfühlt, innen wie außen. Weiterlesen „Alan Bennett: Ein wahrlich königliches Lesevergnügen“

Alexa von Heyden: Wenn der Drache nicht aus dem Kopf verschwindet

 alexavonheyden_hinterdemblau_edenbooks_2013_coverIch ziehe meinen Hut vor Alexa von Heyden. Das muss ich ganz deutlich gleich zu Anfang sagen. In ihrem autobiografischen Roman Hinter dem Blau gewährt uns die Autorin einen Blick in ihre (zerrissene) Seele und ich kann mir nur im Ansatz vorstellen, was für eine Kraft das Schreiben dieses Buches gekostet haben muss. Sicherlich, Schreiben hilft bei der Verarbeitung von Erinnerungen, aber andere, fremde Leser daran teilhaben zu lassen – Chapeau! Für mich ist das der Inbegriff von Mut. Weiterlesen „Alexa von Heyden: Wenn der Drache nicht aus dem Kopf verschwindet“

Anna Gavalda: Erzählungen mit Drehmoment

Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartetKurzgeschichten und ich sind nicht unbedingt die besten Freunde, ich tue mich im Umgang mit ihnen immer ein wenig schwer. Irgendwie fehlt mir in diesen Geschichten oft etwas, entwickelt sich keine richtige Handlung, hört zu abrupt auf. Der Erzählband von Anna Gavalda, Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet, überzeugte mich dann doch von diesem literarischen Genre. Weiterlesen „Anna Gavalda: Erzählungen mit Drehmoment“

Alex Capus: Sehnsucht nach Leben

Ihr kennt das vielleicht auch: Buchgeschenke bergen oft ein gewisses Risiko. Zu unterschiedlich die Geschmäcker, zu groß die Bandbreite. Allerdings ergibt sich so auch die Möglichkeit, ein Buch zu schenken, das schon mehrfach umkreist, doch nie gekauft wurde. In meinem Fall handelt es sich um Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer von Alex Capus, dessen Retro-Cover mit der Frau am Hafen es mir schon längst angetan hatte. Geschenkt haben mir diesen Roman dann zwei Schweizer, vielleicht auch, weil das Buch in der Schweiz seinen Anfang nimmt. Weiterlesen „Alex Capus: Sehnsucht nach Leben“

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